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Wohnen · 6 Min

Mit Kind auf Zeit in Wien wohnen, was eine Familie wirklich braucht

Wohnraum mit türkisem Vintage-Schrank, hellgrauem Esstisch auf Eichenbeinen und Sofa, daneben zwei Schlafzimmer für eine Familie auf Zeit in Wien

Ein türkis lackierter Schrank aus den fünfziger Jahren steht an der Wand, davor ein Esstisch mit hellgrauer Platte auf schmalen Eichenbeinen, vier Stühle drumherum, kein Stuhl gleicht dem anderen. Daneben das Sofa, weich, ein bisschen zerknautscht, so wie ein Sofa sein soll, wenn jemand darauf sitzt. Wer ein Apartment auf Zeit in Wien mit Kind sucht, schaut auf solche Räume mit anderen Augen. Nicht, ob es schick aussieht. Sondern, ob hier auch ein Kind essen, malen und am Boden spielen kann, ohne dass dauernd jemand aufpasst. Genau darüber wollen wir hier sprechen, ehrlich und aus der Beobachtung.

Platz, der für mehr als einen Menschen gedacht ist

Eine Familie braucht keinen Palast. Sie braucht einen Tisch, an dem alle gleichzeitig sitzen, und einen Boden, der etwas aushält. Auf dem ersten Bild siehst du genau das. Der lange Tisch ist nicht für ein Abendessen zu zweit gemacht, sondern für vier Plätze, für Hausaufgaben am Nachmittag, für ein Brettspiel, das liegen bleiben darf, weil es morgen weitergeht. Das ist der Unterschied zwischen einem Apartment, das für einen Geschäftsreisenden eingerichtet wurde, und einem, in dem eine Familie ankommt.

Die Eichendielen tragen warm. Holz verzeiht. Ein umgeworfener Becher, ein Lego-Stein, der aus der Hand fällt, eine Spur von einem Filzstift. Nichts davon ist ein Drama auf einem Boden, der schon Patina hat und sie auch zeigen darf. Glatte, kalte Hochglanzflächen sehen auf Fotos gut aus und machen mit einem Kind im Haus jeden Tag nervös. Material, das gewachsen ist, ist gelassener.

Und der türkise Schrank. Er ist kein Dekostück, er ist Stauraum mit Charakter. In so einem Möbel verschwinden Spielsachen am Abend, ohne dass der Raum danach aussieht wie ein Kinderzimmer. Das ist wichtig, wenn Erwachsene und Kinder denselben Wohnraum teilen, was auf Zeit fast immer der Fall ist.

Wohnraum mit türkisem Vintage-Schrank, hellgrauem Esstisch auf Eichenbeinen und Sofa, daneben zwei Schlafzimmer für eine Familie auf Zeit in Wien

Ruhe, und ein eigenes Zimmer für die Nacht

Die beiden anderen Bilder zeigen Schlafräume, und beide erzählen vom selben Bedürfnis. Auf dem zweiten Foto ein schmales Bett aus hellem Holz vor dem Fenster, die Decke in gedämpftem Blau zurückgeschlagen, daneben ein großer Holzschrank mit Maserung wie ein altes Gemälde. Oben darauf ein Reisekoffer aus Leder. Ein Raum, der nach jemandem aussieht, der hier wirklich schläft, nicht nur übernachtet.

Grüne Vorhänge bis zum Boden machen die Nacht dunkel. Das klingt banal, ist es aber nicht. Kinder schlafen anders ein, wenn ein Raum ihnen gehört und wenn er sich zumachen lässt. Ein eigenes Zimmer, auch ein kleines, ist auf Zeit fast wichtiger als zu Hause. Der Tag ist ohnehin voll mit Neuem, eine fremde Stadt, eine andere Sprache vielleicht, ein neuer Weg zur Schule. Am Abend braucht es einen Ort, der vertraut wird, schnell.

Das dritte Bild ist heller, weicher. Weiße Bettwäsche, zwei Kissen in warmem Altrosa, ein Bouclé-Sessel mit Holzbeinen, ein kleiner runder Nachttisch mit einer Kugelleuchte. An der Wand hängt eine schlanke Leiter, an der Decke ein paar Holzbügel an einer Schnur. Es ist ein Zimmer für ein größeres Kind oder für die Eltern, je nachdem. Die Stücke sind nicht laut, sie laden ein. Und das ist genau die Haltung, in der wir Räume zusammenstellen. Von Hand, mit Vintage und mit Materialien, die man anfassen mag.

Wohnraum mit türkisem Vintage-Schrank, hellgrauem Esstisch auf Eichenbeinen und Sofa, daneben zwei Schlafzimmer für eine Familie auf Zeit in Wien

Kurze Wege, weil der Alltag mit Kind keine Umwege mag

Mit Kind misst sich eine Wohnung nicht an Quadratmetern, sondern an Wegen. Wie weit ist der Spielplatz. Gibt es einen Bäcker um die Ecke, eine Apotheke, einen Supermarkt, den man auch im Regen schnell erreicht. Eine Familie, die auf Zeit in Wien lebt, hat keine eingespielte Routine. Jeder kurze Weg, der von selbst funktioniert, nimmt Druck raus.

Wir denken bei einem Apartment immer das Grätzl mit. Nicht die Sehenswürdigkeit, sondern das Gewöhnliche. Der Park, in dem nachmittags Kinder rufen. Die ruhige Seitengasse, in der nicht der Verkehr durchrauscht. Die Straßenbahn, mit der man auch mit einem müden Kind nach Hause kommt. Das sind die Dinge, die du auf keinem Foto siehst und die im Alltag alles entscheiden.

Ruhe gehört dazu. Eine Familienwohnung darf lebendig sein, aber sie sollte nicht über einer Bar liegen oder an einer Durchzugsstraße. Das Kind muss um acht schlafen können, während die Eltern noch am Esstisch sitzen. Diese Gleichzeitigkeit von Wachsein und Schlafen unter einem Dach ist mit Kind der Normalfall. Ein Grundriss, der Wohnen und Schlafen trennt, ist deshalb mehr wert als eine schöne Aussicht.

Möbliert heißt, schon angekommen

Wer mit Familie für ein paar Wochen oder Monate umzieht, kann nicht mit einem Möbelwagen anreisen. Möbliert auf Zeit bedeutet, dass das Bett steht, der Tisch da ist, die Lampe leuchtet. Das klingt selbstverständlich und ist es nicht. Es macht einen Unterschied, ob ein Apartment funktional vollgestellt wurde oder ob jemand sich überlegt hat, wie eine Familie hier lebt.

Die Lampen auf den Bildern sind dafür ein gutes Beispiel. Eine Tischlampe mit Stoffschirm neben dem Sofa, eine kleine Leuchte am Bett, die warme Kugel auf dem Nachttisch. Kein kaltes Deckenlicht von oben, das alles gleich macht. Mit Kind brauchst du Licht, das sich dimmen lässt auf eine Stimmung, in der man zur Ruhe kommt. Eine Vorlesestunde funktioniert nicht unter einer Neonröhre.

Und dann die kleinen Dinge. Die gerahmten Pflanzenzeichnungen an der Wand, die Bügel an der Schnur, der Sessel, in dem man sich abends zusammenrollt. Das sind keine Zufälle. Es ist der Versuch, dass ein Raum vom ersten Tag an nicht leer wirkt, sondern wie etwas, das schon ein bisschen bewohnt ist. Kinder spüren das schneller als Erwachsene. Sie wissen sofort, ob ein Ort sie willkommen heißt oder nur duldet.

Wir übergeben unsere Apartments persönlich. Das gehört für uns dazu, gerade bei Familien. Du sollst wissen, wo der nächste Spielplatz ist, welcher Bäcker am Morgen schon offen hat, wo man im Regen einkaufen kann. Diese Übergabe ist die erste kurze Wegbeschreibung in einem neuen Leben auf Zeit. Wie wir Räume denken und einrichten, kannst du bei Martina Rogy nachlesen.

Was bleibt, wenn ihr wieder geht

Eine Wohnung auf Zeit ist ein Zwischenraum. Sie muss nicht für immer halten, aber sie soll für die Zeit, in der ihr da seid, ein richtiges Zuhause sein. Mit Kind misst sich das an etwas Einfachem. Schläft es gut. Findet es seinen Platz am Tisch. Hat es einen Winkel, der ihm gehört.

Die drei Räume in diesen Bildern erzählen genau davon. Ein gemeinsamer Wohnraum, in dem zusammen gegessen und gespielt wird. Ein Schlafzimmer, das die Nacht dunkel macht. Ein zweites, helleres Zimmer für die ruhigen Stunden. Verschiedene Räume, eine Haltung. Warm, ehrlich, von Hand zusammengestellt. So wollen wir, dass eine Familie auf Zeit in Wien wohnt.

Haeufige Fragen

Was braucht ein Apartment auf Zeit in Wien mit Kind wirklich?

Vor allem genug Platz für gemeinsame Mahlzeiten und Spielen am Boden, einen robusten Boden, ein eigenes ruhiges Schlafzimmer und kurze Wege zu Park, Bäcker und Einkauf. Quadratmeter sind weniger wichtig als ein guter Grundriss, der Wohnen und Schlafen trennt.

Ab wann lohnt sich ein möbliertes Apartment statt eines Hotels für Familien?

Sobald der Aufenthalt länger als ein paar Tage dauert. Ab etwa einem Monat ist ein möbliertes Apartment mit eigener Küche, getrennten Räumen und einem festen Platz für jedes Familienmitglied dem Hotel deutlich überlegen, weil Alltag und Routine möglich werden.

Wie wichtig ist das Grätzl bei einem Familienapartment in Wien?

Sehr wichtig. Mit Kind misst sich eine Wohnung an Wegen, nicht an der Aussicht. Spielplatz, Park, ruhige Seitengasse und eine gute Anbindung entscheiden über den Alltag mehr als die Adresse.

Sind Vintage-Möbel mit kleinen Kindern alltagstauglich?

Ja, oft sogar besser als neue Hochglanzmöbel. Holz mit Patina und gewachsene Materialien verzeihen Gebrauchsspuren, statt sie sichtbar zu machen. Ein geölter Eichenboden hält mehr aus als eine empfindliche glatte Fläche.