Drei neue Studios am Wiener Westbahnhof, fast bezugsfertig. Hier die Geschichte dahinter, warum wir uns diesen Standort ausgesucht haben und was wir uns davon erhoffen.

Die Idee kam aus einer Beobachtung. In den letzten drei Jahren wuchs die Zahl unserer Anfragen, in denen jemand schrieb. „Ich komme spät an mit dem Zug aus München / Berlin / Zürich. Geht das mit der Übergabe?". Das ging meistens, aber es bedeutete für uns. Zwei Stunden ungeplant abends den Augarten verlassen, in den 15. Bezirk fahren, übergeben, wieder zurück.

Wir mochten diese Übergaben, weil die Gäste oft besonders dankbar waren. Aber wir merkten. Ein Standort direkt am Bahnhof würde dasselbe für die Gäste leisten, ohne uns durch die halbe Stadt zu schicken. Und für uns wären die Übergaben dort einfacher, weil wir sie zwischen anderen Wegen erledigen können.

Warum genau Westbahnhof

Der Wiener Westbahnhof ist der größte Bahnhof für Reisende aus dem Westen. München, Salzburg, Innsbruck, Zürich, Frankfurt. Auch der Nightjet nach Paris startet hier. Wer aus diesen Richtungen anreist, kommt mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit hier an.

Dazu kommt. Zwei U-Bahnen (U3 und U6) starten direkt unter dem Bahnhof. Die Innenstadt ist in 8 Minuten erreichbar, der Augarten in 14, der Donaukanal in 12. Der Flughafen-Express (CAT) und die S-Bahn brauchen 25-28 Minuten zum Flughafen Schwechat.

Anders gesagt. Vom Westbahnhof bist du in unter 30 Minuten überall, wo du wahrscheinlich hin willst. Das macht den Standort für Crews, Geschäftsreisende und alle, die häufig reisen, ideal.

Warum nur Studios

Studios sind das Format, das am besten zum Bahnhof passt. Wer mit dem Zug ankommt, reist meist solo oder zu zweit. Wer mit der ganzen Familie kommt, fliegt eher und braucht dann ein größeres Apartment, das haben wir am Augarten und im Nibelungen.

Außerdem. Das Gebäude, das wir gerade ausbauen, hat eine bestimmte Grundrissstruktur, die für Studios ideal ist. Längliche Räume mit einem großen Fenster zum Innenhof, kompakte Bäder zum Treppenhaus hin. Daraus drei größere Studios zu machen statt zwei Ein-Zimmer-Wohnungen war die richtige Entscheidung.

Eines der Studios hat eine Wand zum Bahnhof. Wir haben dreifach verglast, du hörst die Züge nicht, aber du weißt, dass sie da sind.

Persönliche Übergabe, auch hier

Eine wichtige Entscheidung. Auch am Westbahnhof übergeben wir persönlich. Wir haben überlegt, ob wir hier Self-Check-in via Code machen, viele Wettbewerber tun das, und für „in 3 Minuten vom Gleis im Bett" wäre das logisch.

Aber wir haben dagegen entschieden. Aus drei Gründen.

Erstens. wer mit dem ICE aus München um 22 Uhr ankommt, will ein freundliches Gesicht. Nicht ein Tastenfeld. Wir glauben, das ist genau dann wichtig, wenn man nicht mehr aufnahmefähig ist für Stress.

Zweitens. wir lernen so jeden Gast kennen. Das ist Teil unseres Konzepts. Wer bei uns drei Wochen bleibt, ist nicht „Apartment 14, Gast Nummer 312", sondern jemand, dessen Namen wir uns merken.

Drittens. wir können sofort die wichtigsten Tipps mitgeben. Welcher Späti gegenüber funktioniert nachts noch, wann die nächste U-Bahn fährt, ob morgen Sonntag und alles zu ist. Das ist 90% der Sorgen, die jemand nach einer langen Reise hat und in zwei Minuten geklärt.

Der Bauprozess

Wir bauen seit Anfang 2026. Die Studios sollen ab Herbst 2026 bezugsfertig sein. Wir bauen selbst, heißt. Wir wählen alles, vom Holzboden bis zum Türgriff. Das dauert länger als wenn man eine Bau-Firma alles machen lässt, ist aber der einzige Weg, wie wir den LAROGY-Look beibehalten.

Konkret. Dunkle Wandtafelung wie im Augarten, geöltes Eichenparkett (statt versiegelt), Bäder mit Marmor und Messing, Küchen mit echten Holzfronten statt Folie. Vintage-Lampen, die wir über Monate gesammelt haben.

Drei Studios entstehen, jedes mit eigenem Charakter. Studio Tinte ist das dunkelste und ruhigste, Studio Salbei das hellste mit dem langen Arbeitstisch, Studio Paprika das größte mit Eckhaus-Lage und zwei Fenstern.

Westbahnhof

Drei Studios am Westbahnhof

Was wir bei den nächsten Apartments anders machen werden

Wir bauen, lernen, justieren. Schon jetzt notieren wir, was wir bei den nächsten Renovierungen am Augarten oder Nibelungen ändern werden, basierend auf dem, was wir während des Westbahnhof-Baus lernen.

Konkret schon klar. Mehr Steckdosen pro Quadratmeter. Bessere Schalldämmung zur Straße. Smart-Home-Thermostaten, die wir aus der Ferne sehen können (wenn Gäste mal die Heizung vergessen, wenn sie verreisen).

Die Studios werden ab Herbst 2026 verfügbar sein. Wer dabei sein will, setzt sich auf die Vorab-Liste.

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