Remote-Work-Monate in einer fremden Stadt sind ein eigenes Format. Anders als Urlaub. Anders als Geschäftsreise. Wer in einem Apartment wirklich arbeitet, braucht andere Dinge als ein Tourist und merkt das meistens erst, wenn etwas fehlt.
Wir hosten seit Jahren Menschen, die einen Monat oder zwei in Wien sind und in dieser Zeit voll arbeiten. Filmschnitt, Architektur-Wettbewerbe, Tech-Sprints, Doktorarbeit-Endphasen, Beratungs-Projekte. Hier eine Liste der Dinge, die wir gelernt haben und worauf du achten solltest, wenn du dein nächstes Arbeits-Apartment in Wien suchst.
Was du wirklich brauchst und was nicht
Ein Schreibtisch, der so heißt. Kein „Esstisch, der notfalls auch als Schreibtisch geht". Ein richtiger Schreibtisch hat eine Tiefe von mindestens 60 cm, ist 72-75 cm hoch und steht so, dass Tageslicht von der Seite kommt, nicht von vorn (Blendung) oder hinten (Spiegelung im Bildschirm). Wenn ein Apartment-Foto nur einen Esstisch zeigt, frag explizit nach dem Arbeitsbereich.
Ein Stuhl, auf dem du sechs Stunden sitzen kannst. Das ist nicht jeder Esstisch-Stuhl. Idealerweise höhenverstellbar, mit Lehne. Wenn das fehlt. Erwarte Rückenschmerzen nach Tag drei.
WLAN, das wirklich funktioniert. Mindestens 50 Mbit/s downstream, 10 Mbit/s upstream, ohne Drops während Calls. Frag bei der Anfrage explizit nach der Geschwindigkeit. Wir geben bei LAROGY in der Buchung immer die getestete Speed an.
Eine vernünftige Schreibtischlampe. Idealerweise mit warmem und kaltem Licht-Modus (3000K für Wohnen, 4000K für Arbeiten). Pure Deckenbeleuchtung ist abends ermüdend.
Stille. Hofseite ist nach Möglichkeit zu bevorzugen. Eine Wohnung an einer Hauptstraße im Sommer mit offenem Fenster ist konzentrationsfeindlich.
Eine Küche, in der du wirklich kochen kannst. Wer einen Monat bleibt, kocht (siehe auch unser Post „Wohnen statt übernachten"). Das heißt. Scharfes Messer, schwere Pfanne, Salz, Olivenöl, eine Espressokanne, nicht nur ein Wasserkocher und ein Toaster.
Was eher Kosmetik ist (auch wenn die Foto-Galerien dazu drängen)
Ein Whirlpool im Bad. Klingt schön, ist nach Tag fünf egal.
Smart-TV mit allen Streamingdiensten. Du wirst eh auf deinem Laptop streamen.
Espresso-Maschine mit Mahlwerk. Schön, wenn da, aber. Jede Pad-Maschine reicht nicht. Wenn du dir täglich einen guten Espresso machst, bring eine kleine Bialetti mit. Macht den entscheidenden Unterschied.
Der „Geheimtipp"-Innenhof. Schön für Instagram, aber du wirst zwei Mal hingehen.
Lage. Was nach drei Wochen zählt
Bei einer Woche Aufenthalt ist die Nähe zur Innenstadt entscheidend. Bei einem Monat dreht sich das. Du willst.
Einen Supermarkt in fünf Minuten Fußweg. Idealerweise einen, der auch Bio-Sachen, frisches Brot und ein paar Spezialitäten hat. Nicht jeder Spar erfüllt das. (Spar Gourmet, Billa Plus, Adamah Bio-Hof-Filialen sind brauchbar.)
Einen Bäcker, an dem du jeden Morgen vorbeikommen würdest. Wien hat hier einen riesigen Vorsprung gegenüber den meisten europäischen Städten.
Ein Café, in dem du auch arbeiten könntest, ohne dass es nach drei Stunden ein „Bitte gehen Sie"-Vibe gibt. Wien ist hier gespalten. Traditionelle Kaffeehäuser sind perfekt für arbeitende Solos, neuere Spezialitäten-Cafés oft weniger.
Eine ruhige Joggingstrecke oder einen Park. Das wird wichtiger als du denkst.
Die Wiener Spezial-Vorteile
Wien ist für Remote-Work-Monate besonders gut geeignet, aus mehreren Gründen.
Öffis funktionieren. Wirklich. Mit der Monatskarte (51 €) bist du überall hin in 30 Minuten. Nicht jede europäische Hauptstadt hat das.
Internet-Infrastruktur ist gut. In allen Apartments gibt es WLAN. In den meisten Cafés ist das WLAN auch verlässlich.
Coworking-Spaces gibt es. Wenn du den Tapetenwechsel willst, Talent Garden, Schraubenfabrik, Loffice, sektor5. Tagespass meist 20-30 €.
Lebenshaltung ist relativ moderat. Für Berlin- oder Wien-Maßstäbe günstig, für Lissabon- oder Sofia-Maßstäbe teuer. Mittelfeld der europäischen Hauptstädte.
Kulturprogramm überfordert dich nicht. Wien hat genug, dass du nicht gelangweilt bist und gleichzeitig wenig genug, dass du nicht das Gefühl hast, etwas zu verpassen. Du kannst auch einen Sonntag verschlafen, ohne dass die Stadt aufschreit.
Was wir bei LAROGY für Arbeits-Aufenthalte machen
Wenn du uns sagst, dass du in Wien arbeiten willst, bekommst du.
- Ein Apartment mit echtem Schreibtisch und Arbeitsstuhl
- WLAN in jedem Apartment
- Eine kleine Kaffee-Ausrüstung (Bialetti, gute Bohnen für die ersten Tage)
- Bei Anfrage. Empfehlungen für Cafés und Coworking-Spaces in Grätzl-Nähe
- Mindestaufenthalt 30 Tage zu fairen Monatspreisen, ab 1.800 € für ein Studio
Wenn du dein Wiener Apartment dauerhaft als Office-Außenstelle gestalten willst, vielleicht ist Maison LAROGY auch interessant. Wir gestalten Räume so, dass sie auch wirklich für Konzentration gebaut sind.